Viele Patientinnen und Patienten mit Keratokonus haben einen langen Weg hinter sich – wechselnde Brillen, unbefriedigende Sehschärfe und das Gefühl, niemand findet die Ursache.
Bei EyeLaser Wien sind Sie in spezialisierten Händen. Als Zentrum für refraktive Hornhautchirurgie bieten wir präzise Diagnostik mit dem modernsten Tomographie-System am Markt und sämtliche wissenschaftlich anerkannten Behandlungsoptionen – individuell abgestimmt auf Ihre Hornhaut.

Was ist ein Keratokonus?

Eyelaser Wien

Keratokonus ist eine nicht entzündliche, fortschreitende Ausdünnung und kegelförmige Verformung der Hornhaut.
Dadurch verformt sich das Auge so, dass das einfallende Licht nicht mehr korrekt gebrochen wird – die Folge: unscharfes, verzerrtes oder doppeltes Sehen.

Die Erkrankung betrifft häufig beide Augen und beginnt meist in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter. Ohne Behandlung kann der Keratokonus fortschreiten und eine Hornhauttransplantation notwendig werden – heute lässt sich dieser Verlauf in den allermeisten Fällen stoppen.

Typische Symptome eines Keratokonus

Keratokonus
  • Zunehmende und schwankende Fehlsichtigkeit (Kurzsichtigkeit oder Astigmatismus)
  • Häufige Brillenänderungen ohne dauerhafte Verbesserung
  • Schlechte Brillenverträglichkeit – kein klares Bild trotz neuer Gläser
  • Geisterbilder, Schatten und Doppelkonturen
  • Verzerrte Linien, insbesondere bei Text oder Lichtquellen
  • Erhöhte Blendempfindlichkeit, Lichtkränze (Halos)
  • Bei fortgeschrittenem Verlauf: Kontaktlinsenunverträglichkeit

Diagnostik bei EyeLaser Wien – SCHWIND MS-39: Das modernste System zur Hornhautanalyse

SCHWIND MS-9

Eine exakte Diagnose ist entscheidend, um Keratokonus sicher zu erkennen und sein Stadium richtig zu beurteilen.
Bei EyeLaser Wien nutzen wir das SCHWIND MS-39 (Spectral Domain OCT + Placido-Topographie) – das derzeit modernste Gerät zur dreidimensionalen Hornhautdiagnostik.

Vorteile der MS-39-Diagnostik:

  • Kombination aus optischer Kohärenztomografie (OCT) und Topographie
  • Vorder- und Rückflächenanalyse der Hornhaut mit Mikrometerpräzision
  • Pachymetrie (Dickenmessung) an Tausenden von Punkten
  • Epithel-Dickenmessung (Epithel-Mapping) zur Früherkennung beginnender Veränderungen
  • 3D-Darstellung zur Verlaufskontrolle

Die Epithelanalyse ist heute ein entscheidender Frühindikator:
Noch bevor topographische Veränderungen sichtbar werden, zeigt das Epithel subtile Unregelmäßigkeiten, die auf einen beginnenden Keratokonus hinweisen können. So erkennen wir Risiken früher – und können rechtzeitig handeln.

Therapiekonzept bei EyeLaser Wien

Unser Prinzip:
So schonend wie möglich, so effektiv wie nötig.

Je nach Stadium, Hornhautdicke und individueller Sehsituation erstellen wir für Sie einen maßgeschneiderten Therapieplan.

1. Frühstadium – Verbesserung der Sehschärfe mit Speziallinsen

In frühen Stadien oder bei stabilem Verlauf steht die Sehkorrektur im Vordergrund.

  • Formstabile (harte) Kontaktlinsen:
    Sie erzeugen durch den Tränenfilm eine neue, glatte optische Oberfläche und gleichen die Unregelmäßigkeiten der Hornhaut aus.
  • Sklerallinsen:
    Diese größeren, formstabilen Linsen liegen auf der Sklera (Lederhaut) auf. Sie bieten hohen Tragekomfort und eine sehr stabile Sehqualität – auch bei fortgeschrittenem Keratokonus.

 

2. Fortschreitender Keratokonus – Crosslinking (CXL)

Das Ziel des Crosslinkings ist die Stabilisierung der Hornhautstruktur.
Dabei wird Riboflavin (Vitamin B2) auf die Hornhaut aufgetragen und mit UV-A-Licht aktiviert.
Die entstehenden Quervernetzungen (Crosslinks) stärken das Kollagen und verhindern weiteres Ausdünnen.

  • Bei EyeLaser Wien setzen wir individuelle Crosslinking-Protokolle ein, auch bei sehr dünner Hornhaut bis ca. 250 µm Restdicke.
  • Das ermöglicht sichere Behandlungen selbst bei komplexen Fällen.
  • Früh erkannt – z. B. über Epithel-Mapping mit MS-39 – kann CXL das Fortschreiten in über 95 % der Fälle stoppen.
3. Kombinationstherapien zur Sehverbesserung

Wenn die reine Stabilisierung nicht ausreicht, kombinieren wir Verfahren zur Verbesserung der optischen Qualität der Hornhaut.

  • PRK + CXL (Photorefraktive Keratektomie + Crosslinking):
    Hier wird die unregelmäßige Hornhautoberfläche mit dem Excimer-Laser geglättet, um danach sofort mit CXL stabilisiert zu werden.
  • PTK + CXL (Phototherapeutische Keratektomie + Crosslinking):
    Diese Variante eignet sich insbesondere bei oberflächlichen Narben oder irregulären Epithelstrukturen.
    Sie trägt minimal Gewebe ab, um die optische Oberfläche zu homogenisieren, und kombiniert dies direkt mit Crosslinking.
  • CAIRS (Corneal Allogenic Intrastromal Ring Segments):
    Biologische Ringsegmente aus Spendergewebe – eine natürliche Alternative zu Kunststoffimplantaten, um die Hornhautform zu verbessern.
  • ICRS (Intrakorneale Ringsegmente):
    Kunststoffringe, die mit dem Femtosekundenlaser präzise in die Hornhaut eingebracht werden, um die Vorwölbung zu reduzieren und die Sehqualität zu verbessern.
4. Fortgeschrittene Fälle – Hornhauttransplantation (DALK)

Wenn die Hornhaut zu dünn oder vernarbt ist, kann eine DALK (Deep Anterior Lamellar Keratoplasty) erforderlich werden.
Dabei wird nur der vordere, erkrankte Teil der Hornhaut ersetzt, während die innerste Zellschicht erhalten bleibt.
Vorteil: deutlich geringeres Abstoßungsrisiko und bessere Langzeitergebnisse als bei einer vollständigen Transplantation.

Warum EyeLaser Wien?

Dr Victor Derhartunian
  • Ganzheitliche Betreuung:
    Vom Screening über Crosslinking bis zu komplexen Hornhauteingriffen – alles aus einer Hand.
  • Modernste Technologie:
    SCHWIND MS-39 + präziseste Femtosekundenlaser für alle Verfahren.
  • Spezialisierte Expertise:
    Jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Hornhaut, Keratokonus und refraktive Chirurgie.
  • Österreichweite Vernetzung:
    Viele Patientinnen und Patienten reisen aus ganz Österreich an; wir arbeiten eng mit Augenärzt:innen in Niederösterreich und Burgenland zusammen.
  • Transparente Kosten:
    Wir beraten offen zu möglichen Kassenleistungen und unterstützen bei der Einreichung.

Starten Sie in ein Leben ohne Lesebrille

Möchten Sie Ihre Hornhaut untersuchen lassen oder eine Zweitmeinung einholen?
Vereinbaren Sie Ihre persönliche Keratokonus-Sprechstunde bei EyeLaser Wien – mit präziser Diagnostik und individueller Therapieempfehlung.

Oder rufen Sie uns direkt an: +43 50 236

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie wird Keratokonus festgestellt?

Die präziseste Methode zur Frühdiagnose des Keratokonus ist die 3D-Hornhaut-Tomographie SCHWIND MS-39. Dieses Verfahren analysiert nicht nur die Vorder- und Rückfläche der Hornhaut, sondern auch ihre Dicke und die Epithelstruktur. Dies ermöglicht eine detaillierte dreidimensionale Darstellung, um selbst subtile Veränderungen zuverlässig zu erkennen, die mit herkömmlichen Verfahren oft übersehen werden.

Ist Crosslinking immer notwendig?

Crosslinking (CXL) ist nur dann zwingend notwendig, wenn eine nachgewiesene Progression der Erkrankung vorliegt und das Fortschreiten gestoppt werden muss. In Fällen, in denen der Keratokonus bereits als stabil gilt, kann oft eine optische Korrektur mittels spezieller Kontaktlinsen (wie formstabile oder Sklerallinsen) die Sehqualität ausreichend verbessern. Die Entscheidung hängt immer von einer individuellen augenärztlichen Untersuchung und dem Verlauf der Erkrankung ab.

Ist Crosslinking schmerzhaft?

Der Eingriff selbst ist dank lokaler Betäubung völlig schmerzfrei. In den ersten 1 bis 3 Tagen nach dem Crosslinking kann jedoch ein leichtes Brennen oder ein unangenehmes Fremdkörpergefühl im Auge auftreten. Diese typischen postoperativen Beschwerden sind mit den verschriebenen Augentropfen und Schmerzmitteln in der Regel gut behandelbar und klingen rasch wieder ab.

Kann Crosslinking bei dünner Hornhaut durchgeführt werden?

Ja, bei EyeLaser Wien können wir dank speziell entwickelter und sicherer Protokolle auch Hornhäute behandeln, die als relativ dünn gelten. Spezielle, angepasste Verfahren stellen sicher, dass die minimale Restdicke der Hornhaut während des Eingriffs nicht unterschritten wird, was eine sichere Anwendung bis zu ca. 250 µm ermöglicht. Dies erlaubt die Behandlung von Patient:innen, bei denen herkömmliche CXL-Methoden kontraindiziert wären.

Was ist der Unterschied zwischen PRK + CXL und PTK + CXL?

Beide kombinierten Verfahren werden vor dem eigentlichen Crosslinking eingesetzt, um die Hornhautoberfläche zu glätten und die Sehqualität zu verbessern. PTK (Phototherapeutische Keratektomie) eignet sich dabei vor allem zur Behandlung von unregelmäßigem Epithel oder oberflächlichen Hornhautnarben. PRK (Photorefraktive Keratektomie) wird hingegen bevorzugt bei irregulären Hornhautformen angewendet, um die Oberfläche gezielt zu modellieren und so ein besseres Sehergebnis vorzubereiten.

Wann sind Ringsegmente sinnvoll?

Ringsegmente (ICRS oder CAIRS) kommen dann infrage, wenn die unregelmäßige Vorwölbung der Hornhaut so stark ist, dass eine optische Korrektur mit Kontaktlinsen nicht mehr zu einer zufriedenstellenden Sehschärfe führt. Durch das Einsetzen dieser mikroinvasiven Kunststoffsegmente in die Hornhaut können deren Form und Topografie gezielt verändert werden. Dies führt zu einer Abflachung der Vorwölbung, einer verbesserten Sehqualität und einer möglichen besseren Verträglichkeit von Kontaktlinsen.

Wie lange hält der Effekt des Crosslinkings?

Der Effekt des Crosslinkings ist als dauerhaft anzusehen und zielt auf eine lebenslange Stabilisierung ab. Langzeitstudien belegen, dass in über 95 % der Fälle eine langfristige Stoppung des Fortschreitens des Keratokonus erreicht wird. Nach einer erfolgreichen Behandlung sind in der Regel keine weiteren Eingriffe zur Stabilisierung mehr notwendig.

Ist LASIK bei Keratokonus möglich?

Nein, eine LASIK-Behandlung ist bei diagnostiziertem Keratokonus strengstens kontraindiziert, da sie die Hornhaut nachhaltig schwächen würde. Dies könnte das Fortschreiten der Erkrankung dramatisch beschleunigen und zu einem deutlichen Sehverlust führen. Stattdessen sind oberflächenabtragende Verfahren, oft in Kombination mit Crosslinking (wie PRK + CXL), sichere und etablierte Alternativen zur Behandlung des Keratokonus.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja, die Kosten für das Crosslinking werden bei einem nachgewiesenen Fortschreiten des Keratokonus von den Sozialversicherungsträgern (Krankenkassen) in Österreich häufig übernommen. Voraussetzung dafür ist in der Regel eine entsprechende medizinische Dokumentation der Progression. Unsere Klinik unterstützt Sie aktiv bei der Erstellung der notwendigen Befunde und der Einreichung des Antrags zur Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse.

Kann man durch Keratokonus erblinden?

Nein, eine vollständige Erblindung durch Keratokonus tritt nicht ein. Allerdings kann ohne jegliche Behandlung das Sehvermögen stark und irreversibel sinken, was die Lebensqualität stark beeinträchtigt. Dank moderner Therapieoptionen wie Crosslinking und Hornhauttransplantation bleibt die Sehfahigkeit der Betroffenen jedoch in den allermeisten Fällen langfristig erhalten und stabilisiert.