Forschung und Kongressbeiträge

Was in der Sprechstunde erklärt wird, muss vorher geprüft worden sein. Ein Teil dieser Prüfung findet auf Fachkongressen statt: Dort werden eigene Ergebnisse offengelegt, von Kollegen hinterfragt und mit denen anderer Zentren verglichen. Diese Seite zeigt, woran in Wien gearbeitet wird — mit den Originaltiteln, damit die Beiträge auffindbar und nachprüfbar bleiben.

ESCRS 2026, London

Der Jahreskongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons ist der größte europäische Fachkongress für refraktive Chirurgie und Kataraktchirurgie. Vom 11. bis 15. September 2026 fand er in London statt. Dr. Victor Derhartunian war mit acht Beiträgen vertreten: einem Free Paper, fünf Postern, einem Instructional Course und einem Symposiumsvortrag. In den Autorenzeilen steht die Wiener Klinik bei fast allen Arbeiten an erster Stelle — hier entstand der Großteil der Daten.

Free Paper

AI-Driven Predictions vs. Clinical Reality in Multifocal Corneal Profiles for Myopic and Hyperopic Presbyopia
FP-4862 · Derhartunian V, Gruendel D, Arba Mosquera S

Ein Free Paper wird im Hauptprogramm vorgetragen und diskutiert, nicht nur ausgehängt. Software kann vorhersagen, wie ein multifokales Hornhautprofil wirken wird. Die Arbeit hält diese Vorhersagen gegen das, was am Patienten tatsächlich gemessen wurde — und benennt, wo sie auseinandergehen.

Poster

The Age-Depth Interaction in Lenticule Extraction: A Prospective Paired-Eye Analysis of Interface Scattering and Micro-Aberrations
POREF081 · Derhartunian V, Gruendel D, Dąbrowska A, Arba Mosquera S

Spielt es eine Rolle, in welcher Tiefe das Lentikel geschnitten wird — und verändert sich das mit dem Alter? Untersucht an Augenpaaren desselben Patienten, was Unterschiede zwischen Personen ausschließt.

Initial Clinical Results of Presbyopia Correction Using Allograft Corneal Inlays in Conjunction With LASIK
POREF192 · Derhartunian V, Mrochen M

Lässt sich ein azelluläres Hornhaut-Implantat (TransForm, Allotex) mit einer Femto-LASIK verbinden, um Fehlsichtigkeit und Alterssichtigkeit in einem Eingriff zu behandeln? Erste klinische Ergebnisse, gemeinsam mit Michael Mrochen von IROC Science in Zug.

Immediate visual recovery in the presbyopic-age population – 24-hour outcomes of 51 KLEx cases with the ATOS laser
POREF080 · Dąbrowska A, Arba Mosquera S, Derhartunian V

Wie gut sehen Patienten über 40 einen Tag nach der Lentikelextraktion? 51 Fälle, ausgewertet nach 24 Stunden.

Contralateral Evaluation of Ocular Surface Stability: Lenticule Extraction (SmartSight) versus Flap-Based Presbyopic Correction (Femto-LASIK PresbyMAX)
Kulig A, Miszczyk J, Derhartunian V

Trockenheit nach dem Eingriff ist die häufigste Sorge unserer Patienten. Hier wurde bei denselben Personen ein Auge mit SmartSight und eines mit Femto-LASIK behandelt und die Tränenfilmstabilität verglichen.

The „Half-Kappa“ Strategy: Optimizing Wavefront Outcomes and Ocular Axis Stability in Femtosecond-Laser Assisted CAIRS for Keratoconus
Miszczyk J, Kulig A, Derhartunian V

Bei Keratokonus werden mit CAIRS körpereigene Hornhautringe eingesetzt. Die Arbeit untersucht, wie ihre Platzierung die optische Achse und die Abbildungsqualität beeinflusst.

Instructional Course

Don’t Do What We Did: A Masterclass in KLEx Recovery
INSC091 „KLExcellence Through Failure“ · 14. September 2026

Ein Kurs über eigene Komplikationen und darüber, wie man sie behebt. Solche Beiträge sind unbequemer als Erfolgsberichte und für die Zuhörer meist nützlicher.

Symposiumsvortrag

SCHWIND ATOS und PresbyMAX: Current state and future outlook
SCHWIND Symposium „Refractive Technology & More“ · 14. September 2026

Ein Vortrag darüber, wie sich Alterssichtigkeit dosieren lässt: über die Tiefenschärfe der Hornhaut, über eine leichte Unterschiedlichkeit beider Augen — und darüber, wo jeder dieser Wege an seine Grenze kommt.

Was das für Ihre Behandlung bedeutet

Drei dieser Arbeiten untersuchen, wo Verfahren nicht halten, was sie versprechen: wo Vorhersagesoftware von der Wirklichkeit abweicht, wo Trockenheit nach einem Eingriff auftritt, wo eigene Komplikationen entstanden sind. Das ist kein Zufall. Wer nur die guten Ergebnisse zeigt, lernt daraus wenig.

Im Gespräch bedeutet das: Wenn wir sagen, dass ein Verfahren für Ihre Augen nicht in Frage kommt, steht dahinter gemessene Erfahrung — auch mit den Grenzen.

Die Zusammenarbeit läuft über mehrere Zentren: EyeLaser in Wien und Zürich, SwissLaser in Warschau und Krakau, dazu SCHWIND eye-tech-solutions in Kleinostheim und IROC Science in Zug. Mehrere Zentren bedeuten größere Fallzahlen und die Möglichkeit, Ergebnisse gegeneinander zu prüfen.

4,9 von 5 – über 240 Google-Bewertungen für EyeLaser Wien & Linz